Das Mysterium Magnum

(Text von Jacob Böhme 1623, deutsche Überarbeitung 2022)

74. Kapitel - Jakob vor dem Pharao und der Aufkauf Ägyptens

Wie Jakob mit den fünf jüngsten Brüdern Josefs vor den Pharao gestellt wurde, und wie Jakob den Pharao segnet, auch wie Josef dem Pharao ganz Ägypten eigentümlich erkauft hat, und was hier zu verstehen sei. (1.Mose 47)

74.1. Moses spricht: »Da kam Josef und sagte es dem Pharao und sprach: „Mein Vater und meine Brüder, ihr kleines und großes Vieh und alles, was sie haben, sind aus dem Land Kanaan gekommen, und siehe, sie sind im Land Gosen.“ Und er nahm fünf seiner jüngsten Brüder (nach Luther 1545) und stellte sie vor den Pharao. Da sprach der Pharao zu seinen Brüdern: „Was ist eure Nahrung?“ Sie antworteten: „Deine Knechte sind Viehhirten, wie unsere Väter.“ Und sprachen weiter zum Pharao: „Wir sind gekommen, bei euch im Land zu wohnen, denn deine Knechte haben keine Weide für ihr Vieh, so hart drückt die Hungersnot das Land Kanaan. So laß nun deine Knechte im Land Gosen wohnen.“ Der Pharao sprach zu Josef: „Es ist dein Vater, und es sind deine Brüder, die zu dir gekommen sind. Das Land Ägypten steht dir offen. Laß sie am besten Ort des Landes wohnen, laß sie im Land Gosen wohnen, und wenn du weißt, daß Leute unter ihnen sind, die tüchtig sind, dann setze sie über mein Vieh.“« Die innere Bedeutung versteht so:

74.2. Wenn Christus seine Brüder und den alten Vater Adam in der Kraft Gottes offenbart, daß sie mit all ihrem Wesen zu ihm gekommen sind und sich ihm ganz ergeben haben, dann nimmt er von den Eigenschaften des Lebens fünf der jüngsten Brüder und stellt sie vor Gott, das heißt, er nimmt die fünf Sinne des Menschen, welche immerfort die jüngsten in der Eigenschaft des Lebens sind und bleiben, denn sie gebären sich immerfort neu, und stellt diese mit seiner Lebenskraft vor Gott.

74.3. Denn diese sind es, welche Gottes Diener in der Liebe sein sollen. Diesen gibt Christus Rat ein und sagt: „Wenn ihr vor Gottes Antlitz kommt, so daß der Geist Gottes in euch vorübergeht und euch prüft und richtet, was euer Amt und Wirken vor Gott sei, dann demütigt euch und sprecht vor Gott: „Deine Knechte sind nur Viehhirten, und wir sind in der Hungersnot des Elends in unserem großen Hunger zu dir gekommen, um bei euch im Land Gottes zu wohnen, denn wir haben in unseren eigenen Kräften im adamischen Reich der Natur keine Weide und Speise mehr für das arme elende Leben. So laß doch nun, oh Herr, deine Knechte im Land Gosen wohnen, als in deinen Vorhöfen, damit wir vom Tau des Himmels essen und dir in unserem Amt dienen.“

74.4. So spricht dann der ewige Vater zu Christus, als zu seinem Haushalter: „Siehe, das ist dein Vater Adam mit deinen Brüdern nach der Menschheit, die zu dir gekommen sind. Das Land Ägypten steht dir offen, das heißt, das Himmelreich, samt dem Reich der Natur, steht dir offen, denn du bist mein Haushalter im Reich der Gnade und auch im Reich der Natur menschlicher Eigenschaft. So laß sie am besten Ort im Reich der Gnade und im Reich der Natur wohnen. Und wenn du siehst, daß Männer unter ihnen sind, welche tüchtig sind, die setze über mein Vieh, das heißt, welche unter ihnen tüchtig sind, die mache zu Amtsleuten im Reich der Natur, daß sie über meine Kreaturen herrschen, das heißt, setze sie in das apostolische Amt, daß sie meine Herden weiden, welche du innerlich in ihnen mit deinem Stab weidest. Laß sie äußerliche Hirten sein und die Eigenschaften der Natur weiden und regieren, wie meine Schafe und andere Tiere.“

74.5. Alle geistigen Hirten in dieser Welt sitzen in diesem Amt des Vaters, sowie auch die weltlichen, welche nur durch Christus eingesetzt sind und durch welche Christus innerlich selbst herrscht und regiert. Diese sind allesamt Gottes Amtsleute.

74.6. Welche aber ohne den Erzhirten Christus in den Ämtern sitzen, die sind allesamt nur im Land Kanaan in der Hungersnot des göttlichen Zorns, und sind nur fressende Wölfe, einer wie der andere, sei es ein geistliches oder weltliches Amt, sei er Adlig oder nicht, Fürst oder Vogt, Priester oder Küster, einer wie der andere: Alles was ohne Gottes Geist im Amt herrscht, das herrscht in der Ichheit und dem Gericht Gottes. Denn wer nicht gedenkt, in seinem Amt Gott zu dienen und sein Amt als ein Hirte Gottes zu verwalten, der dient dem Luzifer.

74.7. Moses spricht weiter: »Josef brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor den Pharao. Und Jakob segnete den Pharao.« Das heißt, Christus stellt auch das adamische Bild vor Gott, nicht allein die fünf Sinne, sondern den ganzen Menschen, und der segnet Gott, das heißt, er dankt Gott und bringt ihm Früchte zum Lob Gottes als einen Segen. So fragt dann Gott in seiner Wirkung: »„Wie alt bist du?“ Und Jakob spricht: „130 Jahre ist die Zeit meiner Wallfahrt. Wenig und böse ist die Zeit meines Lebens und reicht nicht an die Zeit meiner Väter in ihrer Wallfahrt heran.“ Und Jakob segnete den Pharao und ging hinaus von ihm.«

74.8. So bekennt und beichtet der adamische Mensch vor Gott seine böse Zeit in der irdischen Begierde und sagt, es sei nur eine Wallfahrt, als ein stetes Wandern und Quälen in steter Mühe und Unruhe, dadurch der Mensch Gottes Wunder wirkt.

74.9. Und Moses spricht weiter: »Es war aber kein Brot in allen Ländern, denn die Hungersnot war sehr schwer, so daß Ägypten und Kanaan vor Hunger verschmachteten. Und Josef brachte alles Geld zusammen, das in Ägypten und Kanaan gefunden wurde, für das Getreide, das sie kauften, und er tat alles Geld in das Haus des Pharaos. Als es nun an Geld gebrach im Land Ägypten und Kanaan, kamen alle Ägypter zu Josef und sprachen: „Schaffe uns Brot! Warum läßt du uns vor dir sterben, denn das Geld ist zu Ende?“ Josef sprach: „Wenn das Geld zu Ende ist, schafft euer Vieh her, dann will ich euch für das Vieh geben.“ Da brachten sie Josef ihr Vieh, und er gab ihnen Brot für ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. So ernährte er sie mit Brot das Jahr hindurch für all ihr Vieh.«

74.10. Diese Darstellung ist sehr mächtig und hat große Bedeutung. Auch wenn sich der tierische Mensch einbildet, sie sei voller Geiz und Gewinnsucht und sei für ihn geschrieben, so steht doch die wahre Bedeutung ganz gegen ihn, gleichwie das Gleichnis im Evangelium vom ungerechten Haushalter sagt: »Der Herr habe ihn gelobt, weil er so klug gehandelt hatte. (Luk. 16.8)«

74.11. Diese Hungersnot in Ägypten und Kanaan, als alles Land verschmachtet war, stellt den armen gefallenen Menschen in Leib und Seele dar, der vom Zorn Gottes ausgedorrt wurde, so daß er verschmachtet ist. Denn Ägypten deutet die Natur der Seele an, und Kanaan die Natur des Leibes. Der große Vorrat an Getreide, den Josef sammelte und in der Hungersnot verkaufte, deutet das göttliche Gnadenwort an. Das Geld der Ägypter und Kanaaniter, für das sie Getreide bei Josef kauften, deutet das kreatürliche Wort Gottes des menschlichen Lebens an. Und das Vieh, daß sie auch für das Brot hingaben, als kein Geld mehr da war, deutet die bildliche Eigenschaft im Leben des Menschen an. Die Darstellung versteht so:

74.12. Wenn der Mensch mit Seele und Leib in diese Hungersnot in Gottes Zorn und Ausdörrung kommt, dann hat er weder Labsal noch Trost, denn sein Gewissen dörrt ihn so in Gottes Zorn aus, und so muß er zum himmlischen Josef gehen und diese Gnadenspeise kaufen.

74.13. Zuerst, solange die Seele mit dem Leib noch ein wenig Kraft und Trost in sich empfindet, auch wenn das Gewissen nagt, gibt sie diesem Haushalter Jesus Christus gute Worte und betet zu ihm und kauft für kreatürlich-bildliche Worte von Josef Speise: Das deutet nun das Geld an. Solange diese Worte in der Einbildung dem Gewissen noch ein wenig Trost und Kraft geben können, kauft die Natur der Seele und des Leibes immerfort für solches Geld Gnade und gibt diesem Josef ein gutes Geschwätz mit einem eingebildeten Wesen und einem bildlichen (bzw. weltlichen) Gebet aus Gewohnheit, und lebt so von solcher Speise in der Hoffnung.

74.14. Wenn aber die Angst des Gewissens diese Hoffnung ausdörrt und solch kaltes Gebet und historischer Glauben nicht mehr helfen wollen, so daß das Gewissen klagt „Du mußt im Zorn Gottes verschmachten, denn es gibt kein Gebet mehr, das vor Gott gilt!“, dann kommt die arme Seele zu diesem Josef und spricht: „Was läßt du mich verderben, weil ich mein Gebet und meinen Glauben nicht mehr vor dich bringen kann, damit ich Speise für mein Leben bekomme? Siehe, meine Kraft ist dahin, ich vermag nichts und habe keine Worte mehr, mit denen ich deine Gnade erreichen könnte.“

74.15. Dann spricht der himmlische Josef zur Seele: „Bringe deine Tiere, die Pferde, Ochsen und Esel, her zu mir, dann will ich dir Speise dafür geben.“ Das heißt, bringe alle deine irdische natürliche (bzw. tierische) Begierde, deren Bilder und das falsche Vertrauen auf die Kreaturen, als auf eigene Klugheit und List in der Falschheit, zu mir und übergib sie mir alle, damit du davon ledig seist, dann will ich dir Speise geben, so daß du lebst, und will auch deine Bildlichkeit der Gedanken (mit der himmlischen Gnade des göttlichen Bewußtseins) speisen. Dies ist also der Zugang zu dieser Darstellung.

74.16. Und Moses spricht weiter: »Als das Jahr um war, kamen sie im anderen Jahr zu ihm und sprachen zu ihm: „Wir wollen unserem Herrn nicht verbergen, daß nicht allein das Geld, sondern auch alles Vieh dahin ist an unseren Herrn, und es ist nichts mehr übrig vor unserem Herrn als unser Leib und unser Feld. Warum läßt du uns vor dir sterben und auch unser Feld? Kaufe uns und unser Land um Brot, daß wir und unser Land dem Pharao leibeigen seien. Gib uns Getreidesamen, daß wir leben und nicht sterben, und das Feld nicht verwüste.« Dies ist nun der rechte Ernst, wenn der Mensch alles übergibt und sich selber ganz ergibt. Diese Darstellung versteht so:

74.17. Wenn der Mensch so in der Hungersnot des Gewissens steht, daß nicht nur die Worte, die er vor Gott spricht, nicht mehr gelten wollen, um damit Trost zu empfangen, sondern daß schließlich auch dieses dahinfällt, daß er sich aller bildlichen Begierde entschlagen und diese Welt in der Begierde verlassen hat, dann spricht die arme Seele zum himmlischen Josef: „Ach, mein Herr, was soll ich vor dich bringen, damit ich deine Gnade erlangen könnte? Siehe, mein Gebet empfindet keine Kraft, und obwohl ich die Welt verlassen und meinen tierischen Willen übergeben habe, so stehe ich doch in großem Hunger vor dir, denn ich habe nichts mehr, als nur meinen Leib und meine Seele. Mein Herr, nimm es doch von mir zu dir, denn ich ergebe mich dir ganz zum Eigentum! Gib mir deine Gnade, so daß ich in dir leben kann. Ich will mich dir ganz mit Leib und Leben übergeben, und will dein Knecht im Gehorsam sein. Gib mir nur Getreidesamen, das heißt, gib mir nur Willen und Gedanken von dir, und besäe das Land meiner Natur, und laß mein Leben dein Knecht sein, so daß ich mir ohne deinen Willen nichts mehr sei, sondern daß ich dein Leibeigener und Knecht bin!“

74.18. So ist dann seiner genug (dann hat er von sich aus genug getan), wenn er Leib und Seele mit Willen und Gedanken und allem, was er hat und ist, ganz diesem Josef übergeben hat, so daß er wie ein leibeigener Knecht Gottes ist, der nur erhofft, was ihm sein Herr geben will, weil alles Vertrauen auf die Eigenheit ganz übergeben ist. Dann ist der Verstand recht getötet und der Teufel hat seinen Sitz im Menschen verloren. Denn er hat in der Gelassenheit nichts Eigenes, und der Teufel kann dem Menschen nicht anders beikommen, als in der Begierde zur Eigenheit.

74.19. Und Moses spricht weiter: »So kaufte Josef dem Pharao das ganze Ägyptenland, denn die Ägypter verkauften ein jeder seinen Acker, weil die Hungersnot zu stark über sie war. Und so wurde das Land dem Pharao zu eigen. Und er machte das Volk leibeigen von einem Ende Ägyptens bis ans andere. Ausgenommen das Feld der Priester, das kaufte er nicht, denn es war vom Pharao für die Priester verordnet, damit sie sich von dem Verordneten ernähren sollten, das er ihnen gegeben hatte. Darum durften sie ihr Feld nicht verkaufen.« Diese Darstellung versteht so:

74.20. Wenn sich ihm der Mensch in dieser Hungersnot naht, dann kauft Christus für seine Gnade auf eine solche Art seine ganze Natur mit allen Gestaltungen und bringt alles, was am Menschen ist, wieder in das Haus des großen Pharaos, als in das Haus Gottes, und macht es Gott seinem Vater wieder untertänig.

74.21. Denn in Adam sind alle Menschen treulos geworden und in die Eigenheit des Willens eingegangen. Aber Christus erkauft sich die menschliche Eigenheit wieder zu seinem Eigentum und übergibt sie wieder Gott seinem Vater. Das deutet recht die Christenheit an, die Christus mit seiner Gnade durch den Schatz seines teuren Blutes erkauft und zum Eigentum gemacht hat. Und er hat nun seine Ämter ausgeteilt, darin ihm die Christen dienen und sein eigen sind.

74.22. Daß aber das Feld der Priester nicht verkauft wurde und es der Pharao nicht kaufen wollte, sondern ihnen zu eigen ließ, das deutet den inneren Menschen an, welcher der priesterliche Tempel Christi ist. Diesen kauft Gott nicht wieder zurück, denn er will, daß ihn der Mensch zum Eigentum habe. Er begehrt nur das Reich der Natur zum eigenen Knecht. Aber den einverleibten Gnadengrund, als den Tempel Christi, läßt er der Seele zum Mahlschatz, denn es ist die Stätte Gottes, darin Gott im Menschen wohnt. Kein Mensch kann sie wieder verkaufen, verpfänden oder mit Schwüren belasten, denn sie gehört zum ewigen Einen und nicht zur Habhaftigkeit der Kreatur, sondern ist ein geschenkter Gnadengrund, darin Christus sein Amt betreibt, denn es ist sein Wohnhaus.

74.23. »Da sprach Josef zum Volk: „Siehe, ich habe heute euch und euer Feld für den Pharao gekauft. Siehe, da habt ihr Getreidesamen, und nun besät das Feld. Und von dem Getreide sollt ihr den Fünften dem Pharao geben: Vier Teile sollen euer sein, um das Feld zu besäen und zu eurer Speise, für euer Haus und eure Kinder.“ Sie sprachen: „Laß uns nur leben und Gnade vor dir finden, dann wollen wir gern dem Pharao leibeigen sein.“ So machte Josef ihnen ein Gesetz bis zum heutigen Tag über das Feld der Ägypter, den Fünften dem Pharao zu geben, ausgenommen das Feld der Priester, das wurde dem Pharao nicht zu eigen.«

74.24. Diese Darstellung ist ein rechtes Bild der Christenheit, die Christus mit seiner Liebe in seinem Blut erkauft hat, weil er der Christenheit anbietet, seine Gnade und Gerechtigkeit für ihre irdische Bildlichkeit zu geben, wenn sie ihm diese übergeben wollen. Und wenn das geschieht, dann spricht Christus: „Siehe, ich habe heute, das heißt, von nun an bis in alle Ewigkeit, alle eure irdische Bildung mit Leib und Seele gekauft. Ich habe euch mir zu ewigen leibeigenen Knechten und Dienern mit meiner Gnade vom Hunger des göttlichen Zorns erkauft. Seht, da habt ihr Getreidesamen, das heißt, da habt ihr mein Wort, und damit besät den Acker eures Gewissens in Leib und Seele, so daß dieser Samen Frucht trage. Und von dieser Frucht sollt ihr den Fünften dem Pharao, das heißt, Gott wiedergeben. Denn vier Teile sollen eure Speise sein, das heißt, dieser Samen soll eure vier Elemente des Leibes sowie die vier Eigenschaften des seelischen Feuerlebens erquicken. Und ihr sollt diesen Samen des göttlichen Wortes vierfach zur Erquickung eures Lebens behalten, aber den Fünften sollt ihr Gott geben.“

74.25. Der Fünfte deutet hier ganz heimlich die fünfte Gestaltung des natürlichen Lebens an, als das Liebefeuer im Licht, das aus den vier Eigenschaften geboren und offenbar wird, und darin sich der unkreatürliche übernatürliche Gott offenbart. Diese Gestaltung gebiert nun die göttliche Freude und das Lob Gottes, darin die Seele ein Engel ist und Gott lobt und dankt, daß er sie aus dem Feuerqualquell der Leidhaftigkeit errettet hat und sich selbst mit seiner Liebe und Gnade in ihren Feuerqualquell hineingab und diesen in ein Liebefeuer und göttliches Licht verwandelte.

74.26. Diesen Quell der Liebe, als die fünfte Eigenschaft des Lebens, darin die Seele ein Engel wird, gibt sie nun Gott mit großem Lob und Dank zurück, denn sie gibt die fünfte Gestaltung wieder Christus zu seiner Wohnung, denn das ist die Wohnung seines Wortes, darin das Reich Gottes in uns ist und wo wir der Tempel des Heiligen Geistes sind, der in uns wohnt. Und diese fünfte Gestaltung im Lob Gottes, fordert Christus wieder von seiner Christenheit, daß sie diese ihm geben sollen, damit er das Lob Gottes, als die Früchte der Liebe, seinem Vater in das Haus der göttlichen Kraft einsammle.

74.27. Aber das Feld der Priester, das heißt, den innerlichen Grund vom Wesen der himmlischen Welt, den kauft er nicht mit seinem Blut, denn dieser hat niemals die Verwirrung der Zerstörung angenommen, sondern ist nur im Fall Adams verblichen und in den Ungrund gegangen, so daß ihn die Seele nicht mehr zur Habhaftigkeit hatte. Denn er war in der Seele wie tot, obwohl doch in Gott nichts stirbt. Aber die Seele war blind daran, in gleicher Art und Weise, wie Gott, als das ewige Eine durch Alles ist, und doch begreift ihn niemand als nur der, dem er sich in sein Wesen mit hineinergibt, wo er sich offenbaren will.

74.28. Dieses verblichene Bild oder Wesen ist der priesterliche Acker, wo Gott sein Wort und Samen im Paradies wieder einsprach oder säte. Und der wird nicht mit Christi Blut erkauft, wie die abgewandte Seele, sondern wird mit dem himmlischen Wesen, mit Christi Fleisch und Blut erfüllt, so daß er Christi Fleisch und Blut ist, darin der hohe Priester Christus wohnt. Es ist sein ewiger Sitz, darin Gott im Menschen offenbar ist, denn er ist die Rebe an Christi Weinstock, die das Eigentum Gottes und nicht des Menschen ist.

74.29. Wohl ist sie im Menschen, aber nicht in der Habhaftigkeit der feurigen Seelenessenz. Sie hat ein anderes Prinzip als die Seele, und ist doch in der Seele und durch die Seele und aus der Seele, auf Art wie das Licht aus dem Feuer ist, das durch das Feuer und in dem Feuer und aus dem Feuer seine Offenbarung hat. Aus welchem Licht und Feuer eine Luft, und aus der Luft ein Wässerlein entsteht, und dieses Wässerlein deutet das Wesen dieses innerlichen Grundes an, das dem Feuer wieder Nahrung, Speise, Glanz und Leben gibt.

74.30. So ist es auch von der Seele zu betrachten: Als ihr das göttliche Licht verlosch, da gebar sich dieses Wesen aus und in ihr nicht mehr, sondern blieb verblichen oder erloschen. So hatte die Seele keine göttliche Speise mehr für ihren Feuerquell, denn sie hatte ihre Begierde hinaus in das dritte Prinzip gewandt und war vom irdischen Luzifer und vom Satan überwunden worden, als des Grimmes Eigenschaft, nach der Eigenschaft der finsteren Welt im Reich dieser Welt.

74.31. Dieser abgewandten Seele kam die Gnade zu Hilfe, und diese wurde durch Christi Blut erkauft, denn der Käufer trat mit seinem Gnadengeld in dieses verblichene Bild ein und nahm es an sich und setzte sich darin für die Seele zum hohen Priester und Lehrer.

74.32. Und dieses Bild war nun dieses Priesterfeld, das er nicht kaufte, denn es gehörte bereits Gott. Gott setzte nur seinen hohen Priester Christus dahinein, daß er darin die arme Seele speisen und lehren sollte, so daß sie nicht mehr von der Eitelkeit essen sollte und dieses (göttliche bzw. bildlose) Bild besudeln, verdunkeln und wieder zunichte machen.

74.33. Und dies bedeutet es nun auch in der Darstellung bei Josef, daß er das Priesterfeld nicht kaufte. Gleiches gilt für die Darstellung bei Moses und den Leviten, daß sie ihr Feld und Ackerland behielten und doch nur als Lehen (Pachtland) besaßen, welches alles den innerlichen Menschen vom Wesen der himmlischen Welt andeutet, der Gottes Acker ist, dahinein Gott sein Gnadenwort als Christi Geist einsät, welcher Acker oder Wesen allein dem hohen Priester Christus zum Besitz gehört und nicht dem kreatürlichen Leben. Aber das kreatürliche Leben empfängt Kraft davon, und hat es wohl in sich, aber es ist mit der Natur nicht Ein Ding, gleichwie das Licht und die leidvolle Qual des Feuers nicht Ein Ding sind.

74.34. Diese Darstellung bei Josef, daß er dem Pharao Ägypten zum Eigentum erkauft und sie zu eigenen Knechten gemacht hat, deutet also nichts anderes an, als daß uns Christus von Gottes Zorn in der Hungersnot unseres Verderbens durch seine Gnade zur Leibeigenheit durch sein Blut erkaufen und uns sein Wort zum Samen geben werde, daß wir damit sein erkauftes Gut als unser natürliches Leben besäen.

74.35. Und davon sollen wir ihm nun von dieser Frucht den Fünften wiedergeben, nämlich die Liebegeburt als die fünfte Eigenschaft des Lebens, denn in dieser fünften Eigenschaft steht der Glaube. Diesen sollen ihm seine Kinder wiedergeben, und dieses sammelt er in den Scheunen seines Vaters zum ewigen Lob und zur göttlichen Offenbarung seiner Wunder an.

74.36. Das aber die irdischen Menschen eine solche Leibeigenschaft gemacht haben und einander für leibeigen halten und gegenseitig darin quälen, martern und den Schweiß zu ihrer Pracht und ihrem Stolz aussaugen, das ist ein Bild des Zorns Gottes, der sich auch nach der himmlischen Bildung bildet.

74.37. Denn alle Dinge müssen sich nach der Ordnung des göttlichen Wortes bilden, sei es ein Ding, das sich in das Böse als in Gottes Zorn nach der Hölle Eigenschaft bildet oder in das Gute, in den Himmel und in das Reich Christi. Denn bei den Heiligen ist das Wort heilig, und bei den Verkehrten ist es in Gottes Grimm offenbar: »Was für ein Volk es ist, einen solchen Gott hat es auch.«, sagt die Schrift.

74.38. Die irdischen Menschen stellen dieses Bild im Zorn Gottes dar, indem sie einander mit der Leibeigenheit quälen, martern, aussaugen, plagen und dasselbe als Recht halten. So ist es im Grimm der Natur in Gottes Zorn recht und ist eine Bildung der Hölle. Und es ist auch eine Bildung des Reichs Christi der himmlischen Leibeigenheit, denn alles, was der irdische Mensch mit Leid und Qual tut, das tut Christus in seinem Reich mit seinen Kindern in Freude, Liebe, Demut und Kraft.

74.39. Der irdische Mensch nimmt seinem Bruder seine Arbeit oder seinen Willen und seinen Schweiß und Nahrung, wie Christus seinen Kindern ihren bösen Willen und auch ihre Arbeit nimmt, indem sie in Gott wirken und mit großem Leiden in großen Ängsten dahin dringen. Diese Arbeit nimmt Christus auch alle von ihnen und sammelt sie in seinen Schatzkasten. Er durchforscht auch Leib und Seele seiner Kinder, und wo nur ein Fünklein ist, das ihm wirken und dienen kann und will, das treibt und nötigt er in göttlichen Hofdienst, nämlich in den Weinberg Christi.

74.40. Er entzieht ihnen auch oft die Gnadenspeise und läßt sie danach hungern und jammern, und läßt sie im Elend sitzen und quält sie, daß sie in großen Ängsten in Jammer, Furcht und Zittern vor ihm in göttlicher Arbeit wirken müssen: Denn der alte Adamsesel will ungern an göttliche Arbeit.

74.41. Darum wird er oft so gezwungen, daß Strafe und Drohung immer hinter ihm her sind, weil ihm Christi Geist im Gewissen mit der Hölle und Gottes Zorn droht. Gleichwie auch die irdischen Herren auf Erden mit ihren Untertanen tun, welche wohl in der Bildung Christi stehen, aber das Amt ist ungleich.

74.42. Denn Christus sammelt seinem Vater durch das Wirken seiner Kinder viele himmlische Früchte ein, welche der Mensch wiederbekommen und dieselben ewig genießen wird. Aber ein weltlicher Herr sammelt durch der Armen Arbeit und Schweiß nur für Geld und Gut in seinen Kasten zu seinen eigenen Ehren, welche Arbeit der arme Mann in dieser Welt nicht mehr genießen kann. Aber Christus ist dennoch sein Lohn, indem er der Bildung von Gottes Zorn hier im Elend dienen muß.

74.43. Denn weil die irdischen Ämter auch in ihre Scheune eingesammelt werden sollen, in ihres Herrn Schatzkasten, dem sie damit gedient haben, so werden am Ende ungleiche Empfänger sein: Es wird mancher sehr viel dem Reich von Gottes Zorn eingesammelt haben, und davon wird ihm in der Ewigkeit wieder seine Speise gegeben werden, als der Fluch des Bedrängten oder die Marter, Furcht, Qual und Unruhe der Armen. Was sie also hier mit ihrem Treiben durch den Untergebenen bewirken, das wird ihnen nach dieser Zeit auch zur ewigen Speise gegeben werden, denn was einer hier aussät, das wird er im ewigen Leben in seiner Scheune finden.

74.44. Alle Ämter dieser Welt sind Gottes, und alle Amtsleute, vom Kaiser bis zum Geringsten, sind Gottes Amtsleute, aber sie dienen ihm ungleich: Einer dient ihm in seiner Liebe, als ein Diener Christi, der andere dient ihm in seinem Zorn, als ein Diener der Hölle.

74.45. Alle, die ihre Eigenheit in diesen Ämtern suchen und nicht gedenken, Gott und seiner Ordnung und den Menschen darin zu dienen, die dienen dem Zorn Gottes und sammeln in die Hölle.

74.46. Denn alle Schätze der Fürsten und Mächtigen sollen zum gemeinen brüderlichen Nutzen gesammelt werden, zur Unterhaltung der guten Ordnungen und Ämter, wie auch der Armen und Schwachen. In gleicher Weise, wie ein Hauswirt mit dem Seinen wirkt und arbeitet und auch den Nutzen zu sich zieht, aber alle seine Diener und Helfer damit versorgt, speist und ernährt, und das übrige zu einer gemeinen Notdurft für sich, sein Weib und seine Kinder und wozu er dessen bedürfen könne oder auch für arme Leute liegenläßt, so soll auch das Sammeln der Ämter sein: Es soll alles zum gemeinen Nutzen gesammelt werden, oder es ist ein Schatz des göttlichen Zorns und erwartet das Urteil Gottes.

74.47. Daß aber der Mächtige jetzt so zu seinen eigenen Ehren, zur Wollust und zum überheblichen Stolz sammelt und den Armen dafür um so mehr quält und aussaugt, nur damit er seinen Hochmut treiben kann, und den armen Untergebenen wie einen Hund hält und in seinem Herzen spricht „Sie sind es mir schuldig, denn ich habe es erkauft oder ererbt. Ich habe es zu Recht!“, das geschieht alles zusammen im Zorn Gottes, und sie dienen in solcher Eigenschaft alle nur dem Satan, nämlich in der Bildung von Gottes Zorn, und keiner ist besser.

74.48. Alle Eigenheit gehört in die Hölle, mach es wie du willst: Es gilt vor Gott kein scheinheiliges Herausreden, du sammelst in die Hölle. Gott fordert den Grund des Herzens und will getreue Amtsleute haben.

74.49. Aber der Arme soll wissen, daß er in solchem Zwang und Dienst, wenn er es ohne Murren und in Treue tut, auch seinem Herrn Christus dient. Denn Gott zieht ihn damit von dieser Welt weg, so daß er seine Hoffnung in das Künftige (bzw. Jenseitige) setzt. Und in dieser Dienstbarkeit der Hände sammelt er sich mit seinem Gebet in diesem Jammerhaus seinen himmlischen Schatz. Denn wenn er in derselben Zeit einer Drangsal in der Wollust des Fleisches stünde, dann würde er wohl nichts Gutes sammeln. So müssen denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.

74.50. So kann man die Bedeutung unter der Geschichte Josefs verstehen, wie die Geschichte mit großem Fleiß nach der inneren Bedeutung geschrieben worden ist, nach der Eingebung des göttlichen Geistes, welcher allezeit mehr auf Christi Reich deutet als etwa auf die Historie einer schlechten Geschichte.

74.51. Denn die biblischen Geschichten stehen nicht nur darum in dieser Form da, um das Leben und die Taten der alten Heiligen zu sehen, wie es Babel meint: Nein, damit ist überall das Reich Christi abgebildet, sowie auch das Reich der Hölle. Die sichtbare Bildung weist immerfort auf die unsichtbare, die im geistigen Menschen offenbar werden soll.

74.52. So vollendet nun Moses hier die Darstellung mit der neuen Wiedergeburt unter Josefs Bildung und spricht weiter: »So wohnte Israel in Ägypten im Land Gosen, und sie hatten es inne und wuchsen und mehrten sich sehr. Und Jakob lebte 17 Jahre in Ägypten, so daß sein ganzes Alter 147 Jahre wurde.

74.53. Als nun die Zeit herbeikam, daß Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Josef und sprach zu ihm: „Habe ich Gnade vor dir gefunden, dann lege deine Hand unter meine Hüfte, daß du die Liebe und Treue an mir tust und mich nicht in Ägypten begräbst. Sondern ich will bei meinen Vätern liegen, und du sollst mich aus Ägyptenland führen und in ihrem Grab begraben.“ Josef sprach: „Ich will tun, wie du gesagt hast.“ Er aber sprach: „So schwöre mir!“ Und er schwor es ihm. Da verneigte sich Israel auf dem Bett zu den Häupten (am Kopfende des Bettes).“

74.54. Dies ist nun eine ganz heimliche Darstellung und deutet auf die Auferstehung der Toten hin, wenn die Seele wieder zum Leib kommen soll und der Leib rein und heilig sein wird. Denn das Land Kanaan, welches auch voll Greuel der Heiden war, deutet den irdischen Leib an, und Ägypten, wo der Pharao wohnt und Josef Haushalter ist, deutet die Seele an, die in Gottes Wort wohnt, sozusagen beim ewigen König.

74.55. Und wir sehen in dieser Darstellung sehr fein abgebildet, wie sich Adams Seele mit der Lust in das irdische Kanaan des irdischen Leibes gewandt und von Gott abgewandt hat. So mußte nun die Seele wieder nach Ägypten in die Buße zu Josef, als zu Christus, und zum König Pharao, als zu Gott. Und dort wird sie angenommen als ein Gnadenkind zur Leibeigenheit, weil sie Gott gehorsam und sein Knecht und Diener sein wollte, und mußte das irdische Kanaan, als den bösartigen Leib mit seinem Willen und Geschäften verlassen, wie Israel Kanaan verlassen mußte.

74.56. Aber als er sterben sollte, da wollte er seinen Leib im Land Kanaan haben, damit er dort begraben würde. Das deutet an, daß der irdische Leib in seine Mutter, die Erde, begraben werden müsse, um wieder in seine ursprüngliche Mutter zu kommen. Und es deutet auch an, daß die Seele wieder aus Ägypten, als aus der Dienstbarkeit des Buße-Quälens, zum Leib in die Ruhe kommen solle, denn aus Kanaan mußten die Heiden vertrieben werden, als Israel wieder dahinein zog. So muß auch die Greuel in der Eigenschaft des Leibes verzehrt und alle falsche Begierde getötet werden, ehe die Seele wieder zum Leib kommt und darin wohnen wird.

74.57. Und es ist gewaltig abgebildet, wie sich der Seele Wille in dieser Zeit vom irdischen Kanaan, als von der Lust des Leibes, abbrechen solle und müsse und durch ernste Buße wieder zu Gott eindringen, weil dann die Seele recht in Ägypten wie ein armer dienstbarer Knecht in viel Angst und Quälen sein muß. Aber am Ende, wenn der Leib sterben soll, dann begehrt sie auch mit aus dem Diensthaus, als aus der Qual der Buße, und will wieder in das ursprüngliche adamische reine Bild, das Gott erschuf, wie Jakob bei seinen Vätern liegen wollte, obwohl er doch auch in Ägypten gut gelegen hätte. Aber der Geist stand in der Bildung der Wiederbringung, wie der ganze Mensch wieder in das erste (ursprüngliche), von Gott geschaffene Bild eingehen solle.

74.58. Daß aber Jakob einen Eid von Josef forderte, daß er ihn wieder in Kanaan bei seinen Vätern begraben solle, deutet den Eid an, den Gott in Christus mit dem Menschen gemacht hat, daß sich Gott mit seinem Wort der Liebe mit dem Menschen verleibt und verbunden hat, als einen ewigen Eid. Diesen Eid forderte Jakob von Josef, als von der Bildung Christi, und begehrte, er sollte seine Hand unter seine Hüfte legen und schwören.

74.59. Dies ist nun die Darstellung, wie Christus seine Hand, das heißt, seine Kraft und Macht als das ewige Wort, welches die Hand ist, die alles gemacht hat, in des Menschen Essenz in Leib und Seele hineinlegen sollte, und nicht allein dahinein, sondern auch unter die Hüfte, als unter Menschenmacht, und sich dem Menschen zum Eigentum geben und dahinein schwören, das heißt, sich so verbinden, daß er den ganzen Menschen, wenn er hier des zeitlichen Todes abgestorben ist, wieder in das erste Erbland, darin Adam in der Unschuld wohnte, als in Paradies einführen wolle, und damit den Leib und die Seele mit seinem Eid in Gott begraben, als in die göttliche Ruhe.

74.60. Dies deutet die Darstellung Jakobs an, wenn der Text sagt, Israel habe in Ägypten lange Zeit gewohnt und sich dort vermehrt. Und als Jakob sterben sollte, habe er nach seinem Tod wieder in das Land Kanaan zu seinen Vätern begehrt, so daß ein Christ oder Kind Gottes in dieses Ägypten als in die Buße und Ausgang (bzw. Beendigung) des irdischen Willens gehen müsse und die Zeit seines zeitlichen Lebens darin bleiben und viele gute Früchte in solchem Land zeugen. Und dann soll ihn Christus, als der himmlische Josef, wieder in sein rechtes Vaterland zur Ruhe hineinführen, als in das wahre gelobte Land, darin Milch und Honig der göttlichen Kraft fließen.

74.61. Und so ist die ganze Geschichte aller fünf Bücher von Moses eben nur diese Darstellung. Der Ausgang aus Kanaan und der Wiedereinzug in Kanaan bedeuten nur dies, wie der rechte adamische Mensch wieder mit großem Heer und erworbenem Gut, in göttlicher Wirkung geschehen, in das ewige gelobte Land einziehen werde, und wie er in dieser Zeit ein dienstbarer Knecht des göttlichen Zorns in diesem Ägypten sein müsse, der ihn in seinem Zorn-Amt durch seine Diener quälen, martern und peinigen werde und immerzu als leibeigen halten, bis ihn der wahre Josef durch den zeitlichen Tod wieder in das Paradies in die Ruhe hineinführen werde.


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