Das Mysterium Magnum

(Text von Jacob Böhme 1623, deutsche Überarbeitung 2022)

43. Kapitel - Die Botschaft von Sodom und Gomorra

Vom Untergang von Sodom und Gomorra, und wie es Gott Abraham zuvor andeutete. (1.Mose 18.20-33, 1.Mose 19.1-14)

43.1. Und nachdem der Herr Abraham gesegnet und offenbart hatte, wie er seinen Kindern befehlen würde, des Herrn Wege zu wandeln, und wie er sie so segnen wollte, wie vorn erklärt worden ist, da sprach er zu ihm: »Siehe, es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorra, das ist groß, und ihre Sünden sind sehr schwer. Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob es nicht so sei, damit ich es wisse.“ Und die Männer wandten ihre Angesichter und gingen nach Sodom. Gott sprach: „Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue, zumal er ein großes Volk werden soll?“« Und zeigte ihm auf diese Weise an, was er tun wollte.

43.2. Diese Bild sieht der unerleuchtete Verstand ganz wunderlich an, wenn Gott sagte, er wollte hinabfahren und sehen, ob das Geschrei wahr wäre, damit er es wüßte, und ob es so sei oder nicht. Dann denkt der Verstand: „Ist er denn meßbar oder sonst nur oben? Weiß er nicht zuvor schon alles? Die Schrift sagt doch von ihm: »Bin nicht Ich es, der alles erfüllt?« Oder: »Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde ist mein Fußschemel.« Wollte er dann erst herabfahren gleich einem meßbaren Wesen, das von Zeit und Stätte abgetrennt sei?“

43.3. Und noch mehr ist ihm das Geschrei unergründlich, das vor Gott hinaufgekommen sei. Aus welchen Ursachen der kreatürliche Verstand denkt, Gott wohne nur oben über dem Gestirn in einem Himmel allein und sehe herunter, wie der Sonne Glanz aus ihrem Körper auf die Erde sieht und scheint. Soweit ist der (begriffliche) Verstand gekommen, und mehr weiß er nicht, was Gott und wo Gott sei. Er weiß nicht, daß er alles Wesen ist, durch alles Wesen wohnt und keine Stätte besitzt, auch keinen Ort noch Raum zur Wohnung bedarf, und daß er, soweit er „Gott“ heißt, doch kein (meßbares bzw. greifbares) Wesen ist, sondern gegenüber dem Wesen wie ein Nichts erscheint, obwohl er doch durch Alles ist und sich selbst dem Wesen wirkend hineinergibt, gleichwie die Kraft der Sonne in die Frucht, aber nicht von außen hinein, sondern von innen heraus zu seiner Selbstoffenbarung mit der Kreatur und ihrem Leben wirkt, und daß die Natur und Kreatur seine Offenbarung ist. Wenn er dies wahrhaft verstünde, dann hätte er hier keine weitere Frage.

43.4. So versteht nun den Inhalt so: Gott wohnt in sich selbst, sowohl nach der Liebe als auch nach dem Zorn, doch eine jede Eigenschaft sieht nur in sich selbst und ist in der anderen mit seiner Selbst-Eigenschaft nicht offenbar, wie ihr dessen ein Gleichnis an Tag und Nacht oder an Licht und Finsternis habt. Das Licht wohnt in der Finsternis, aber sieht das nicht, und so sieht auch die Finsternis das Licht nicht. Und wie das Licht in seiner großen Sanftmut im Feuer wohnt, aber nicht die Qual und Pein des Feuers an sich nimmt, sondern nur gut bleibt, ohne ein fühlendes Leben des Feuers, obwohl es doch durch das Verzehren des Feuers, als durch Sterben des Wesens entsteht, so versteht auch das Wesen Gottes.

43.5. Das göttliche Liebesauge sieht nicht essentiell in die boshafte abgewandte Seele, wie auch nicht in den Teufel, sondern sein Zornauge sieht hinein, das heißt, nach der Eigenschaft des Grimms von Zorn und Feuer sieht Gott im Teufel und in der falschen (verkehrten) Seele.

43.6. Darum sagte Gott, es wäre ein Geschrei vor ihn kommen. Damit meinte er, vor sein geoffenbartes Wort war es gekommen, nämlich vor die Stimme im göttlich geoffenbarten Wesen dieser drei Männer, vor das Sein und vor das Gehör, das sich nun im verheißenen Wesen dem Menschen zur Menschheit Christi in drei Personen vorgestellt hatte.

43.7. Denn diesem Wort oder Gehör war das Gericht über alle Teufel und gottlose Menschen gegeben worden, denn das war das bewegliche (lebendige) Gehör, dadurch Gott der Vater in die Menschheit hörte und dadurch er das Böse vom Guten scheiden wollte.

43.8. So hatte nun dieses Gehör, als das Gehör, das sich in der Menschheit in Christi Person offenbaren wollte, die Stimme der Sodomiter als der Ham-Kinder in sich gehört, das heißt, nach des Zornes-Eigenschaft, und dieses Gehör vor das unendliche Gehör in das erste Prinzip als in den Ursprung der Natur und Kreatur gebracht. Denn die Sodomiter leben als Fleischeskinder alle im Gehör dieser Welt, nämlich im ausgesprochenen geformten Wort in einer Bildung der Gottheit, darin Böses und Gutes in Einem Wesen zugleich offenbar ist.

43.9. So versteht uns nun tiefgründig: Die englische Welt heißt „Oben“, und die geformte äußere Welt heißt „Unten“, in einer Art gesprochen, als wenn man ein Feuer anzündet, dann ist das Licht oben und das Wesen unten. Wenn man von Gottes Oben spricht, dann versteht man das Innere, denn das Innere ohne das (äußere) Wesen ist das Oben, denn jenseits des Wesens ist alles oben und nichts unten, denn das unter dem Wesen ist auch oben.

43.10. So war nun das Geschrei der Sodomiter vor das Oben gekommen, als vor und in das erste Prinzip, wo sich das Oben aus dem Nichts in den ersten ewigen Anfang zu einer Natur und Formung der Kräfte oder des Wortes (der „Information“) faßt. Und Gottes gefaßtes Wort oder seine Stimme aus des Vaters und Sohnes Eigenschaft aus Gottes Liebe und Zorn (welche sich mit der Verheißung dem Menschen zu einem Christus verheißen und in ein göttliche Sein gefaßt hatte), hatte das Geschrei in der Eigenschaft des Zorns gehört, darin er ein Richter des gottlosen Wesens ist.

43.11. So sprach der Vater: »Ich will hinabfahren, damit ich sehe, ob es so sei.« Das heißt, mit diesem gefaßten Gehör dieser drei Männer in dem Sein, das Gott zum Richter der Welt geformt hatte und Christus werden sollte, kam er herab, das heißt, aus dem Oben.

43.12. Denn dieses Sein sollte kreatürlich in der Person sein. Darum war er im gefaßten Wort der Verheißung auf Engelsart förmlich, und damit kam er von Oben, das heißt, aus dem Oben als aus Gott, aus dem unwandelbaren Gott, und hörte zuerst in Abraham im Sein des Bundes zum Ziel seines Bundes mit seiner Liebe. Und mit dem Zorn, als im Gehör des Feuers, hörte er in der Menschen Bosheit und Eitelkeit und sah mit dem Zorn, was sie machten, das heißt, sein Grimm sah essentiell in die Eitelkeit und Bosheit der Menschen hinein, auf Art, wie aus Zunder in einem Holz ein Feuer entstand und das Holz verzehren wollte. So sah auch Gott mit seinem Zorn-Auge im geformten Wesen durch das Richterwort in Christi Wesen, darin er die Welt richten will, in die gottlose Schlangensucht und den Willen der Kinder Hams zu Sodom und Gomorra hinein.

43.13. Denn wie sich Gott in Abraham die neue Geburt seiner heiligen Kinder aus seinem Liebewesen vorstellte, so stellte er sich auch das Gericht in seinem Zornwesen vor, wie er durch diesen Christus die Gottlosen im Feuer probieren wollte.

43.14. Und so ist das Gericht über Sodom ein Bild des Jüngsten Gerichts, ähnlich wie die drei Männer vor Abraham ein Bild unserer neuen englischen Menschheit waren, darin Gott im Menschen wohnt, wie auch sein Zorn in den Gottlosen. Und so sehen wir hier, wie Gott die Teufel und alle gottlosen Menschen durch die Kinder der Heiligen richten will, gleichwie er nun hier das Bild des Richteramtes in einer Drei-Menschheit vorstellte und Sodom und Gomorra von der Welt vertilgte.

43.15. Auch sprach Gott zu Abraham: »Wie kann ich es Abraham verbergen, was ich tue?« Dem irdischen Abraham wäre es verborgen gewesen, aber dem himmlischen aus Gottes Wesen wollte es Gott nicht verbergen. Und so stellte hier Gott die Bildung seiner Liebe und seines Zorns dar, nämlich die Menschheit Christi in der großen Demut und Liebe, und seine Wahrheit und Gerechtigkeit in den zwei Engeln.

43.16. Denn so sagt der Text von Moses: »Und Abraham blieb vor dem Herrn stehen.« Nämlich diesen drei Männern, welche er jetzt nur Einen nennt. »Und er trat zu ihm und sprach: Willst du denn die Gerechten zusammen mit den Gottlosen umbringen? Es könnten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein. Wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darin wären? Das sei fern von dir, daß du das tust und den Gerechten mit dem Gottlosen tötest, so daß der Gerechte wie der Gottlose sei. Das sei fern von dir, der du aller Welt Richter bist, du wirst so nicht richten.«

43.17. Dies ist nun eine gar schöne Darstellung, wie Abraham (im Glaubenswesen in Christi Person und Geist) vor Gott, als vor den dreieinigen Gott, vor die strenge Gerechtigkeit Gottes tritt und den Vater versöhnen will und für seine Kinder bittet, welche unter der Menge der Gottlosen wohnen, daß doch sein Vater diesen Ort (wo noch fromme Menschen wohnen) von der Strafe verschonen wollte. Und er zieht seine Barmherzigkeit in seine Gerechtigkeit und sagt: »Du wirst so nicht richten, der du aller Welt Richter bist.«

43.18. Diese Darstellung ist nichts anderes, als Gott in seiner Gerechtigkeit, und Gott in Christus mit seiner Barmherzigkeit. Hier standen diese zwei Bilder nebeneinander. Was wäre es sonst, wenn ein Mensch Gott aufhalten wollte, damit er nicht tue, was er wolle?

43.19. Denn der Mensch Christus hält Gottes Gerechtigkeit und strenges Gericht über die Menge gottloser Menschen auf, sonst wären sie schon im Paradies im ersten Ungehorsam gefressen worden. Dieser ist es, der vor Gott und in Gott tritt, als in den Zorn Gottes, denn er ist aus Gott, und darum kann er vor Gott treten.

43.20. Das ist das geformte Wort, das als Kreatur vor dem Gericht steht und auch im Gericht sitzt und den Zorn nicht richten läßt, weil noch fromme Menschen da sind, wie hier zu sehen ist: Wenn noch zehn Personen fromm gewesen wären, dann hätte Gott (alle) verschont. Aber da waren nicht mehr als nur drei Personen noch übrig vor Gott, nämlich Lot mit seinen zwei Töchtern. Auch seine Frau war nicht tüchtig, nämlich darum, weil sie zwar aus Sodom ausging, doch stehenblieb und zur Salzsäule wurde, wie im folgenden noch erklärt werden soll.

43.21. Abraham, das heißt, der Geist Christi, verhandelte so weit mit Gott, daß Gott für zehn Personen alle an diesen Orten verschonen wollte. Doch sie waren alle abgewichen, bis auf seines Bruders Sohn (Lot), der ein Fremdling unter diesem Volk war, und den führte Gott zuvor heraus, bevor er den Grimm anzündete.

43.22. Ganz verdeckt spricht hier der Geist in Moses und Esra, der diese Geschichte, nachdem sie bei den Kindern Israels verlorenging, wieder in Gottes Geist aufschrieb. Und so sieht man eigentlich, wie der Geist so genau auf die Bildung bei Abraham sieht und andeutet, was damit zu verstehen sei.

43.23. Denn bei Abrahams Erscheinung spricht er von drei Männern, aber hier von zwei Engeln, die nach Sodom gegangen sind, um die Stätte zu verderben. Das soll andeuten, daß die Person Christi der dritte sei, welcher nicht mitging. Denn hier gingen nur zwei, nämlich Gottes Wahrheit und Gottes Gerechtigkeit, als das Gericht und die Wahrheit: Das Gericht blieb in Sodom, und die Wahrheit führte Lot heraus.

43.24. »Und als diese beiden gegen Abend nach Sodom kamen (als deren Zeit um und ihr Tag vergangen war), saß Lot unter dem Tor. Und als er sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und verneigte sich mit seinem Angesicht bis zur Erde und sprach: „Siehe, liebe Herren, kehrt doch zum Haus eueres Knechtes ein und bleibt über Nacht, und laßt eure Füße waschen, dann steht ihr morgen früh auf und geht euren Weg.“ Aber sie sprachen: „Nein, sondern wir wollen über Nacht auf der Gasse bleiben.“ Da nötigte er sie sehr, und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesäuerte Kuchen, und sie aßen. (1.Mose 19.1)«

43.25. Wenn man dieses in seinem rechten Verstand andeuten will, dann spricht man es so aus: Der Sodomiter Geschrei war der Fluch von Noah über Ham, als er ihn (wegen seiner unzüchtigen tierhaften Augen der Begierde) verfluchte. Dieser verfluchte tierhafte Geist hat sich in der boshaften, ganz irdischen und schlangenhaften Eigenschaft im Fleisch und in der Seele dieser Ham-Kinder fortgepflanzt und aufgezogen, so daß er sich in das königliche Regiment hineingesetzt hatte, darunter sie mehr tierisch als recht menschlich lebten.

43.26. Dieses Geschrei des im Zorn aufgewachsenen verfluchten Schlangenwesens war nun in seiner Mutter (nämlich im Zorn Gottes in der finsteren Welt Eigenschaft) offenbar und lautbar geworden und hatte das Gericht über und in sich erweckt. So sandte nun Gott ein Gericht über das Schlangen-Sein, denn das war die Zeit des verborgenen und jetzt eröffneten Siegels von Henoch (wie vorn von den sieben Linien angedeutet), als seine Verborgenheit zu Ende war und jetzt als ein Schall (bzw. Widerhall) seiner Predigt im Wort der Kraft offenbar wurde, und zwar in beidem, in Liebe und Zorn.

43.27. Nämlich im Abraham in der Liebe, darin sich das geformte Wort, das man seit Henochs Zeit zu lehren begann, jetzt im geformten gewachsenen Wesen in Abraham offenbarte, und zwar mit dem verheißenen und heiligen Glaubens-Samen. Und in den Kindern der Bosheit (von der verfluchten Ham-Art her) offenbarte sich hier des Zornes Eigenschaft aus der Predigt Henochs, darin er mit Gottes Gericht und Strafe drohte. Diese war in den Kindern der Bosheit mit aufgewachsen und zu einer Substanz geworden.

43.28. Und als sich jetzt dieses Siegel von Henoch eröffnete, weil seine Verborgenheit am Ende war und nun (nach Liebe und Zorn) offenbar werden sollte, da stellte eine jede Eigenschaft sein Wesen zur göttlichen Beschaulichkeit dar. Nämlich was das Wort im Liebe-Wesen unter dem Schall Henochs bewirkt hatte, und auch der Schall des Drohens von Gottes Zorn. Jetzt eröffneten sich die Wesen beider Eigenschaften und stellten sich in das Gericht zum Urteil der Gerechtigkeit Gottes. So stand hier nun Abraham als Christus im Urteil im Gericht der Bußpredigt Henochs, und die Ham-Kinder des Fluchs standen hier in der Strafandrohung Henochs im Gericht als das ernste Gericht Gottes, und zwar in Form von Fürst Luzifer zum Vollstrecken im Grimm Gottes als ein Diener im Haus der Finsternis.

43.29. Denn Gott sagte zum Volk Israel am Berg Sinai: »Ich will heimsuchen und strafen die Missetat der Eltern an den Kindern bis in die dritte und vierte Generation. (2.Mose 34.7)« Welches hier an Ham, Noahs Sohn, zu sehen ist, denn erst hier kam Noahs Fluch ins Gericht.

43.30. Dazu wurden hier zwei Engel, das heißt, in Kraft und Macht des Gerichtes, an Christi statt geschickt, weil Christus noch nicht im Fleisch und Amt war, denn Christi Amt blieb in Form von Abraham vor dem Herrn stehen und bat für die abtrünnigen Menschen zu Sodom und Gomorra.

43.31. Denn als sie im Gericht, als im Amt der Liebe Christi, mit Abraham vor dem Herrn geprüft wurden, ob noch Menschen zu Sodom waren, die des Amtes Christi in der Liebe fähig wären, aber keine gefunden wurden, da blieb das Amt Christi in Abraham zurück und ging nicht mit nach Sodom. Aber das Amt für göttliche Gerechtigkeit und Wahrheit ging in Gestalt zweier Engel nach Sodom, und sie schauten ganz inniglich in ihre Essenz und Wesen und prüften diese in sich, wie dann zu sehen ist. Denn sobald diese zwei Engel in die Stadt kamen, eröffnete sich ihre Eigenschaft, und sie wollten diese (beiden) Männer unter ihnen heraushaben.

43.32. Denn diese zwei Engel hatten ihre Eigenschaften erregt oder bewegt und vor den Herrn gestellt, um zu schauen, was in ihnen wäre. So fanden sie, daß sie nur tierische und unzüchtige Mörder waren, und das stellten sie ins Gericht. Nun mußten sie nach ihrer Essenz gerichtet werden.

43.33. Daß aber der Geist in Moses deutet, Lot habe unter dem Tor gesessen und diese Engel erkannt und sie genötigt, bei ihm einzukehren, und habe ihnen die Füße waschen wollen und Kuchen gebacken, und daß sie gegessen und sich gegen das Einkehren bei ihm zuerst geweigert haben, das ist ein ganz verborgenes Geheimnis. Denn es war der Geist der Wahrheit und Gerechtigkeit, den Lot erkannte. Er ging in der Essenz beweglich (bzw. lebendig) und drang mit der Prüfung erstlich in Lot, und als er sich vor dem Herrn zur Erde verneigte und demütigte, wurde er geprüft und in sich gerecht befunden.

43.34. Aber in sein Haus zu gehen, weigerte sich die Wahrheit mit der Gerechtigkeit zuerst, nämlich mit dem Gericht, und wollte auf der Gasse bleiben, denn es wurde die Frau von Lot erkannt, welcher, als sie geprüft wurde und das Gericht durch sie drang, das zeitliche Leben abgesprochen wurde. Denn sie blieb im Gericht als eine Prima Materia (Urmaterie) stehen, als ein Sulphur und Mercurius, das heißt, eine verdichtete Materie des Gerichts, als eine Verwandlung in das erste Wesen, daraus der Leib geschaffen wurde.

43.35. Jedoch nicht gleich vor der Vollstreckung dieses Gerichtes, sondern als Lot mit ihr aus Sodom ging und das Gericht begann. Da zog sich das Gericht in ihr wieder zurück (bzw. zusammen), wie im Gericht zu sehen ist, und fing sie, denn es hatte sie in der Prüfung gefangen.

43.36. Denn es wurde ihr ein Gebot gegeben, nicht zurückzusehen. Dann hätte sie überwinden können, wenn sie sogleich in die Buße eingetreten wäre, und hätte den bösen irdischen Willen zerbrochen, und wäre mit Lot dem Herrn zu Füßen gefallen. Und das war die Ursache, daß sich die beiden Engel weigerten, bei Lot einzukehren.

43.37. So wird mit der Frau von Lot die irdische Matrix (des Mutterleibs) angedeutet, die nicht mit durch das Gericht gehen (und im ewigen Leben bestehen) soll. Auch wenn sie wohl wie ein Werkzeug helfen muß, die Frucht zu wirken und zu gebären, so ist sie in ihrer äußeren Form doch nicht zum Himmelreich erkoren, denn sie wurde Eva in Adams Fall im Schlaf angehängt und soll im Gericht bleiben und wieder in ihre erste Materie, daraus sie geschaffen wurde, gewandelt werden. Nicht zur Verdammnis in den Abgrund, sondern in das Mysterium, als in Sulphur und Mercurius, der im Mysterium Magnum (dem ganzheitlichen Geheimnis) ein Salzgeist ist, als eine Ursache aller Leiblichkeit, wie danach bei Lots Töchtern erklärt werden soll, welche sich um dieser Ursache willen vom Vater schwängern lassen sollten.

43.38. So versteht diese Darstellung weiter im Inneren: »Lot buk Kuchen von ungesäuertem Teig und machte ihnen ein Mahl, daß sie äßen.« Nun aber brauchen die Engel keine solche Speise, denn es waren nur geformte Engel in Engelgestalt, und Abraham wie auch Lot nannten sie „den Herrn“, denn es war Gottes Gericht und Wahrheit.

43.39. So wurde dieses Essen auf eine Art gegessen, wie die Opfer von Abraham und Moses, wie vorn beschrieben, denn die Willensbegierde faßt sich darin in eine Substanz. Gott ißt also nur das Wort (die „Information“) des Willens, aber die Speise („Substanz“) verzehrt der äußere Geist, in dem sie gewirkt wird.

43.40. Denn Lots Glaubensbegierde war die Speise Gottes für diese Männer. Und mit dem Mahl, welches ihnen Lot aus gutem Liebewillen gab, faßte sich Lots Wille in eine Substanz, damit er von außen nach dem irdischen Leben und von innen nach dem Glaubenswillen in diesem Gericht erhalten (und bewahrt) würde.

43.41. Denn diese Engel aßen von Lots Speise, gleich als äßen sie von seinem Leib und Geist, welcher darin ergriffen wurde, auf Art, wie in den Opfern zu verstehen ist, wie vorn bei Kain und Abels Opfer ausführlich erklärt wurde. Denn die ungesäuerten Kuchen waren die Einfassung, wie bei Moses überall zu sehen ist, und deuten den Leib Christi an, dahinein Gottes Imagination ging, als in ein Vorbild, und sich doch nur im Glauben faßte.

43.42. Weiter spricht der Geist in Moses: »Aber bevor sich die Männer legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das Haus, jung und alt, das ganze Volk an und aus allen Enden, und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie heraus, daß wir sie erkennen!«

43.43. Dies ist nun die Bildung, wie oben erklärt: Nachdem sich das Gericht mit Lot in diesem Mahl verbunden hatte, drang es nun in der Prüfung ihrer Essenz und ihres Wesens in alle, so daß sie scharenweise wie die Unsinnigen gedrungen und gezwungen zum Gericht gelaufen kamen.

43.44. Denn der Eifer des Herrn, der sich nach ihnen sehnte, zog sie zu sich. Ihn hungerte nach ihrer Eitelkeit, um sie zu verschlingen, und darum liefen sie allesamt, jung und alt, hinzu und wollten den Rachen erkennen, der nach ihnen hungerte. Denn sie wußten in ihrer Blindheit nicht, was sie taten, und so zog sie der Grimm an sich.

43.45. »Und Lot ging hinaus zu ihnen vor die Tür, schloß die Tür hinter sich und sprach: „Ach liebe Brüder, tut nicht so übel! Siehe, ich habe zwei Töchter, die haben noch keine Männer erkannt, die will ich unter euch herausgeben. Dann tut mit ihnen, was euch gefällt! Nur tut diesen Männern nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Daches eingegangen.“ Sie aber sprachen: „Komm her! Du bist nur ein Fremdling hier, und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich übler plagen als jene!“«

43.46. Hier wird der Grund ihrer Sünde fein dargestellt, darin ihr Geschrei vor Gott gekommen war, nämlich als Unzucht, Tyrannei und eigenen Mutwillen, und das größte war die Verachtung Gottes. Denn Lot hatte ihnen von der Strafe berichtet, die Gott über sie kommenlassen würde. »So sagten sie: Du bist ein Fremdling, und willst uns regieren? Wir wollen dich noch übler plagen als jene!« Um anzudeuten, daß ihnen Gott durch die Boten seines Mundes schon zuvor Warnung zugesendet habe, aber daß sie diese nur geplagt und verachtet hatten. Darum sagten sie auch zu Lot: „Willst du uns regieren mit deiner Drohung und unser Werk verachten? Wir wollen dich übler plagen als jene!“

43.47. Denn als sie vernommen hatten, daß jene Männer zu Lot eingekehrt waren, welche ihnen Strafe und Untergang androhten, machten sie einen Auflauf gegen sie und wollten sie töten, wie es die tolle blinde Welt allezeit getan hat. So hat ihnen Gott Boten gesendet, die sie gestraft haben, und so hat die antichristliche Hure geschrien: „Lauft, lauft! Es ist eine neue Ketzerei da, die uns anderes lehren und unseren Weg strafen will, den wir gehen!“

43.48. Ebenso ging es auch hier zu. Der eigene, abtrünnige Teufelswille in seinem Schlangenwesen wollte ungestraft bleiben. Und als diese (beiden) Männer erschienen waren, da schrien sie: „Mordio!“ Denn es waren falsche Propheten und Lehrer gekommen, um sie zu strafen und sie zu verachten, wie es die babylonische Hure allezeit getan hat. Denn sie will nicht hören, was der Herr durch seine Kinder spricht, sondern man soll nur das als Heiligtum erachten, was sie aus dem Wesen der Schlange redet.

43.49. Diese Hure hat sich mit dem buchstäblichen Wort verhüllt, nennt sich heilig und glänzt in einem fremden Kleid. Aber ihr Herz ist nur Sodom und Gomorra. Sieht sie diese beiden Engel von Abraham, das heißt, von Christus, zu sich in ihr Sodom und Gomorra kommen und ihre Schande aufdecken, dann macht sie auch die ganze Stadt mit einem Mordgeschrei rege, so daß alle Menschen, jung und alt, herbeilaufen und denken, es sei ein Wundertier angekommen.

43.50. Und wenn sie dann nichts Neues an Gottes Boten sehen und sie nur lehren und strafen hören, dann denken sie: „Oh! Unser Prediger nennt ihn einen Neuling, einen Ketzer und falschen Propheten. Ja, es ist ein Narr!“ Und sie beginnen, ihn für eine Eule zu halten, und stürmen auf ihn und sein Haus, auf Frau und Kinder mit Schmähen und Verachtung, wie die Sodomiter auf Lot. Ein jeder denkt, er tue recht, wenn er nur über diese Boten lästert.

43.51. Und wenn er auch keine andere Ursache kennt, als daß der Hohepriester (der die Hure Babylon angezogen hat) den Boten Gottes verwirft, ist er doch so rasend blind und läßt sich von einem falschen Wind führen (nämlich vom Geist der Hure Babylon), und wütet in der Unvernunft wie hier die Sodomiter, welche jung und alt, klein und groß, auf Lot und die beiden Männer (die bei ihm eingekehrt waren) eindrangen, um sie zu erkennen, zu plagen, zu verspotten und zu verhöhnen. Denn so treibt sich der Zorn Gottes in ein Feuer zu seiner Anzündung, und so toll (und wahnsinnig) müssen die Leute werden, wenn die Strafe kommen soll, daß sie ihre Missetat alle (bzw. vollständig) machen.

43.52. Und sie sollen dir, du unzüchtige, abtrünnige, eigenwillige, leichtfertige, abgöttische und mörderische Babylon voll Laster der Untugend nicht verbergen, daß jetzt auch diese zwei Engel als Gottes Wahrheit und Gericht in dich eingetreten sind und dir jetzt am Ende des verborgen gewesenen Siegels Henochs in seinem jetzt eröffneten Schall deinen Untergang verkündigen. Denn die Zeit deines Gerichts steht bevor. So besiehe dich wohl, und erkenne es eben daran, was auch du jetzt Lot und den beiden Engeln mit Spotten und Verachten angetan hast, wie die Sodomiter, und darum kommt deine Strafe daher. Und erkenne, wenn die Engel unter dem eröffneten Siegel Lot von dir wegführen werden, dann steht der Tag deines Untergangs bevor, was du jetzt nicht glaubst, aber im Jammer erfahren mußt, sagt der (sehende) Geist der Wunder.

43.53. Man sieht eben daran, was der Sodomiter Untugend und große Sünde gewesen war, und welches Geschrei vor Gott gekommen war, denn Lot wollte ihnen sogar seine zwei Töchter herausgeben, welche noch Jungfrauen waren, damit sie doch vom Aufruhr gegen diese Engelsboten ablassen sollten. Denn er wußte wohl, daß sie ganz in Unzucht ertrunken waren und sich noch weiter erlustigen wollten.

43.54. Diese innerliche Darstellung ist geistig zu verstehen, und was Moses damit andeutet, ist dieses: Das Gericht fängt am Haus Gottes an, wie auch hier bei Lot. Die Kinder Gottes müssen zuerst ins Gericht gestellt und probiert werden, ob noch an einem Ort Kinder Gottes sind, welche den Zorn aufhalten können, so daß die Strafe aufgeschoben werde. So stellt der Geist die Kinder Gottes in das Laster dieser Stadt oder dieses Landes und prüft sie, ob sie noch dieses Lasters fähig sind, wie hier geschieht.

43.55. Lot mußte also seine beiden Töchter mit diesem Anbieten ins Gericht stellen, und wollte sie den unzüchtigen Leuten zur Prüfung geben. Denn daß er solches sagte, war vom Geist so angerichtet, der die beiden Töchter von Lot im Gericht hatte und die Probe in ihrer Essenz hineinführte. Und damit wird die Schande der Stadt angedeutet, wie sie nur unzüchtige Hurentiere waren.

43.56. Als aber diese beiden Jungfrauen zu diesem Laster nicht fähig waren, so beschirmte sie der Geist, als die beiden Engel, das heißt, Gottes Wahrheit vor dem Gericht dieses Volkes, und auch vor dem Laster der Unzucht. Denn es war nicht aus Lots Vorsatz so gesprochen, daß er seine Töchter schänden lassen wollte, sondern der Geist stellte seine Bildung dar.

43.57. Und ihr sollt daran erkennen, daß das erste Buch Moses ganz aus des Geistes Andeuten geschrieben worden ist, was also jede Geschichte in der Bildung bedeute. Wer die Geschichte lesen und richtig verstehen will, der muß sich den alten und neuen Menschen in sein Gemüt modeln (bzw. vorstellen) und Christus und Adam zueinander stellen. Dann kann er alles verstehen, und ohne dem versteht er nichts davon, als nur eine kindische Historie, welche doch so reich an Geheimnissen ist, daß sie kein Mensch von der Wiege bis in das höchste Alter aussprechen (bzw. erklären) könnte, auch wenn er in der Kindheit den Verstand dazu bekommen hätte, was wir in unseren Gaben auch nur andeuten. Denn obwohl wir den Sinn aus Gottes Gabe begriffen haben, so kann man doch nicht alles aussprechen, und es bliebe auch der Welt unbegreiflich.

43.58. Und Moses sagt: »Die Männer der Stadt drangen heftig auf den Mann Lot ein. Und als sie hinzuliefen und die Tür aufbrechen wollten, griffen die Männer hinaus und zogen Lot hinein, zu ihnen ins Haus, und schlossen die Tür zu. Und die Männer vor der Tür am Haus wurden mit Blindheit geschlagen, klein und groß, bis sie müde wurden und die Tür nicht finden konnten.«

43.59. Diese Darstellung ist äußerlich so geschehen, daß sie mit sehenden Augen bezüglich der Tür blind sein mußten und Lot zusammen mit den beiden Männern und seinem Haus keinen Schaden zufügen konnten. Aber im Geist steht das Bild so:

43.60. Wenn Gott diese beiden Engel, als seine Wahrheit und das Gericht, in eines Menschen Geist schickt, als in das Haus seines Herzens, wie hier bei Lot geschah (da auch der Geist als Gottes Wahrheit und Gericht in ihm offenbar wurde, deswegen er Sodom strafte, und deswegen sie ihn umringten und ermorden wollten), so geht erstlich das Gericht über diesen Menschen, und der wird diesen Sodomitern vorgestellt, als wäre er ein Narr. Den müssen sie beängstigen und bedrängen und ohne Unterlaß auf ihn schimpfen und ihn als falsch richten.

43.61. Er aber muß sie strafen und lehren, und er hat keinen äußerlichen Schutz vor den Menschen. Sie werfen alle mit dem Schmutz ihres Mundes auf ihn, und die es abwehren sollten, lachen darüber. Wohin er auch sieht, er hat keinen Erretter. Und so meint der Pöbel, Gott strafe ihn so.

43.62. Doch diese beiden Engel sind bei ihm in seinem Herzen und stehen in seiner Person, wie in ihrem Gefäß und Werkzeug mitten unter den Feinden. Der Pöbel aber ängstigt sich in Mühe gegen ihn, um ihn und sein Haus zu vertilgen.

43.63. Und wenn es zum Ernst kommt, dann greifen diese beiden Engel hinaus in die Herzen der boshaften Menschen und schlagen sie mit Blindheit, so daß sie irre werden und nicht mehr wissen, wie sie diesem Lot und den beiden Engeln beikommen sollen. Einer schimpft dies, ein anderer das. Einer sagt, er ist (nicht) fromm, und der andere lästert so lange über ihn, bis sie die Tür nicht mehr finden können, darin sie zu ihm einbrechen wollten, um ihm Schaden zuzufügen. Denn diese beiden Engel verschließen ihn in sich, so daß sie die Tür der Rache nicht sehen, wie bei Lot zu erkennen ist, wie Gott den Boten seines Mundes errettet und ihn vor den Feinden verbirgt, was auch diese Feder wohl erfahren hat.

43.64. »Und diese Männer sprachen zu Lot: „Hast du hier noch irgendeinen Schwiegersohn oder Söhne und Töchter? Und wer dir angehört in der Stadt, den führe von dieser Stätte, denn wir werden diese Stätte verderben, weil ihr Geschrei groß ist vor dem Herrn, der uns gesandt hat, sie zu verderben.“ Da ging Lot hin und sprach zu den Männern, die seine Töchter heiraten sollten: „Macht euch auf und geht aus diesem Ort, denn der Herr wird diese Stadt verderben!“ Aber sie lachten nur darüber.«

43.65. Dies ist ein feiner Spiegel, wie Gott auch diese Leute noch warnen läßt und sie um Lots willen verschonen wollte, wenn sie nur hätten folgen wollen. Aber der Grimm hatte sie gefangen und ganz verstockt, so daß sie ihn nur verlachten, und sie werden gesagt haben: „Was ist dem Narren widerfahren? Er denkt, der Himmel werde einstürzen!“

43.66. Die innerliche Darstellung versteht so: Gottes Wahrheit in der Liebe zog diese Männer, Lots zukünftige Schwiegersöhne, und wollte sie retten, aber der Grimm in ihnen war stärker und hatte sie in der Prüfung ihres Herzens gefangen. Sie blieben im Gericht stehen, wie Lots Frau, welche doch Lot bis vor die Stadt mit hinausführte, und dennoch zog sie der Grimm wieder ins Gericht, so daß sie (weil sie vom Feuerschwert um Lots willen erledigt worden war) in eine Verwandlung gehen mußte, bis zum letzten Gericht, welches ein abschreckendes Beispiel ist.

43.67. Bei dieser Darstellung mag sich die jetzige Welt einen Spiegel nehmen. Denn gewiß und so wahr, wie Lots Predigt wahr war und die Strafe darauf folgte, so gewiß wird auch die Strafe der Zahl des sechsten Siegels plötzlich erfolgen (welches Siegel jetzt am Ende ist und sich schon eröffnet hat).

43.68. Daß nun aber die Warnung so lange vorausgegangen war, ist die Andeutung, daß die Zeit des sechsten Siegels in ihrer Offenbarung unter allen diesen sechs Siegeln die allerwunderlichste ist. Bis auf die siebente Zahl, die noch wunderlicher ist, denn es ist das Ende dieser Welt und das abschließende Gericht.

43.69. Oh Babel, das sei dir gesagt unter der Stimme des offenen Siegels dieser sechsten Zahl! Wenn du es auch verachtest und verlachst, es trifft dich, und hat dich schon mit der Verstockung des Grimms getroffen, der dich in Erscheinung der Botschaft dieser beiden Engel durchsichtet (und geprüft) hat. Und es wird jetzt nur noch den wenigen angedeutet, die mit Lots Töchtern ausgehen und errettet werden sollen.

43.70. Die verstockte ergriffene Menge ist schon verurteilt, denn das Schwert der Sichtung (bzw. Prüfung) hat sie ergriffen. Doch sie laufen immer noch wie rasende unsinnige Leute in überheblichem Stolz, Geiz und Neid und verachten den Posaunenschall der Engel.

43.71. Das Geschrei steht jetzt im Posaunenschall der Engel, nämlich so: Geht weg von Babel! Geht weg von Babel! Geht weg von Babel! Denn Babel steht im Feuerschwert ergriffen, Amen.


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